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„La Cerrada“ oder „Closing the Bones“

Das Rebozo Ritual für jede Frau nicht nur nach der Geburt

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„Cerrada“, ""A cerrar las caderas", "Rebozo Cerrada", oder „Manteo“ ist eine uralte traditionelle Pflege für Frauen vor und vor allem nach der Geburt. Sie spendet Kraft und neue Energie und unterstützt den Heilungsprozess im Wochenbett. 

Der Bauch einer Frau, und somit auch ihr Uterus, sind das energetische Zentrum einer Frau. Im Wochenbett verschließt er sich langsam wieder, aber nur dann vollständig, wenn er die richtige Pflege, die notwendige Ruhe und konstante Wärme bekommt. Aus dem Grund wird diese traditionelle Pflege als „Knochenschließen“, „Closing the Bones“ oder auf Spanisch „La Cerrada de Caderas“ bzw. „Encaderamiento“ bezeichnet und ist auf der ganzen Welt zu finden, insbesondere in Süd Amerika, Africa, nahem Osten und in Asien.

Wie verläuft diese Zeremonie in der Praxis?

Üblicher Weise findet diese bei der Frau im Wochenbett zur Hause statt oder unter anderen Umständen auch in der Praxis.

Das Gespräch

Zur Beginn findet ein Gespräch statt, in dem Sie über ihre Gefühle, die Geburt oder Situation sprechen möchten, in der Sie sich ein Abschluss wünschen. Ich werde Sie mit den Einzelheiten dieses Rituals vertraut machen. Es sollte für Sie dabei keine Überraschungen geben - Vertrauen und für Sie angenehme intime Atmosphäre sind dabei enorm wichtig.

Von Beginn an werden Sie mit Liebe und Sorgfalt geehrt und geschätzt. Es ist Ihre Wahl, wie Sie Ihr Ritual beginnen möchten - mit einem Kräuterbad, einem entspannenden Intimdampfbad, Behandlung von Ton, traditionellem Kakao-Getränk oder einer kurzen Meditation.

Die Körperarbeit

Der Hauptbestandteil des Rituals ist die Körperarbeit. Mit einer Rebozo-Massage wird Ihr Körper in eine Entspannung versetzt und "ausgewogen", bis Sie Ihre Mitte gefunden haben. Die Energiemassage des Bauches hilft den Organen ihre Arbeit zu leisten - sie durchblutet und regt somit die Produktion des Hormone an, die für jede Frau so unverzichtbar sind. So finden wir den Weg zu uns zurück und lernen das Hier und Jetzt.

Ziel der Zeremonie ist es, das Energiegleichgewicht einer Frau nach der Schwangerschaft und Geburt wieder herzustellen sowie das Erwachen von Wärme und Harmonie in ihrem Körper und Leben durch sanfte Zuneigung und Heilung.

Welche Veränderungen können antreten? 

Körperebene: 

  • starke Unterstützung für die Produktion von Glückshormonen wie Oxytocin, Serotonin, Prolaktin

  • Unterstützung der Laktation und Milchqualität, wenn eine Frau stillt

  • Produktion von gesunden Hormonen anstelle von Stress durch Stimulation auf organischer Basis (Schaffung neuer Synapsen, Heilung "trauriger" Neuronen, die Cortisol, Glutamine, Adrenalin usw. produzieren)

  • Prävention und Therapie von postpartalem Blues, Depressionen

  • korrekte Verteilung von Flüssigkeiten im Körper - Schwellungsregulierung

  • Knochen- und Gelenkpflege - Vorbeugung gegen Osteoporose, Arthrose und deren Therapie

  • Wiederherstellung der Elastizität und Lebendigkeit der Lende - Arbeiten mit Faszien, Knochen und Muskeln

  • Rückbildung der Organe

  • das Verschließen des Beckens

  • Prävention von Rücken- oder Beckenschmerzen

  • Durchblutung - Wärme, Durchblutung aber auch Entgiftung

  • Stimulation des Lymphsystems - Ausschütteln von Toxinen

  • Prävention von Erkrankungen des Beckens - insbesondere der Gebärmutter, der Eierstöcke, der Blase

  • Prävention und Therapie von Beckenbodenbeschwerden - Prolaps von Organen, Beckenbodenmuskeln, Inkontinenz

  • Begünstigung von Menstruationszyklus - wenn eine Frau bereits menstruiert

 

Energie und Psyche: 

  • sich geerdet fühlen 

  • eigene Körpergrenzen besser wahrnehmen - vor allem nach dem Kaiserschnitt sehr wichtig 

  • sich selbstsicherer, stärker fühlen

  • besserer Kontakt mit dem Baby

  • Wiederherstellung des Friedens

  • Höhere Belastungstoleranz durch Ruhe

  • die Fähigkeit, hier und jetzt zu leben

  • sich glücklich und erfüllt fühlen 

  • gesunde Sexualität, erhöhte Libido, bessere Orgasmuserfahrung

  • den Abschluss finden - bei dem Geburtserlebnis, aber auch bei der Scheidung, in schwierigen Lebenssituationen

  • Verbindung zu seiner Gebärmutter und Zyklizität

  • eigene Weiblichkeit spüren  

Diese Zeremonie wird üblicher Weise in den ersten 3-5 Tagen nach der Geburt und mindestens einmal pro Woche im Wochenbett (auf Spanisch "la cuarantena") durchgeführt. Für die weibliche Gesundheit wird sie jedoch bei allen Frauen, unabhängig vom Alter und unabhängig davon, ob sie Mütter sind oder nicht, empfohlen. Idealerweise mindestens zweimal im Jahr oder wenn es ansteht, ein Lebensereignis abzuschließen.

Es ist individuell, wie lange dieses Ritual dauert und was er alles beinhaltet - gerne spreche ich mit Ihnen den Ablauf persönlich durch und begleite Sie durch dieses besondere Erlebnis. 

Die hierin bereitgestellten Informationen sind rein informativ und basieren auf dem Wissen und Praktizieren der traditionell arbeitenden Hebammen und Doulas. Sie ersetzen keine klassischen Behandlung. Bei Komplikationen empfehle ich Ihnen Ihren Arzt oder Hebamme zu konsultieren. 

© 2018  Zuzana Laubmann.